Mein Juni 2026: Schnittmuster, Saunahitze und Singen

Collage Monatsrückblick Juni 2026: genähter Rucksackbeutel Uli auf Schneiderpuppe, Hitze-Wettervorhersage mit 36 bis 39 Grad, Mendelssohn-Chornoten und Anja Dix mit Sonnenbrille

Ein Monat, in dem die Nähmaschine fast stillstand – und trotzdem so viel passiert ist. Im Juni ging mein erstes eigenes Schnittmuster „Rucksackbeutel Uli“ online, ein Projekt, an dem ich seit vier Jahren herumdenke. Privat war ich auf Chorwochenende und habe das nächste Konzertprogramm vorbereitet. Und dann kam der Sommer mit voller Wucht: erst eine Sommergrippe, dann eine Hitzewelle, die mein Nähzimmer unterm Dach in eine Sauna verwandelt hat. Statt an der Maschine saß ich also viel am Schreibtisch – was dem Uli-Launch ziemlich entgegenkam. Hier ist mein Juni.

Mein Juni 2026 in Kürze: Launch des Schnittmusters „Rucksackbeutel Uli“ nach vier Jahren Idee, ein Chorwochenende mit Vorbereitung des Programms „Klanggarten“, und eine Hitzewelle plus Sommergrippe, die das Nähzimmer unterm Dach lahmgelegt und mich an den Computer im Erdgeschoss verlegt hat.

Mein Schnittmuster „Rucksackbeutel Uli“ ist online

Vier Jahre lag die Idee in der Schublade. Im Juni ist sie endlich live gegangen: Mein Schnittmuster-Ebook „Rucksackbeutel Uli“ ist da – ein Beutel, der schnell genäht und auch von innen schön verarbeitet ist. Französische Nähte, keine offenen Kanten, ein sauberer Kordeldurchzug nach dem Vorbild der Schlitzverarbeitung aus dem Bekleidungsnähen. Es gibt ihn in drei Varianten: schlicht, mit Reißverschlussfach oder mit Mesh-Außenfach.

Der eigentliche Aha-Moment war für mich nicht das Nähen, sondern alles drumherum: aus einer fertigen Tasche ein verständliches Ebook zu machen. Alles zu dokumentieren, Schritt-für-Schritt fotografieren, Probenähen organisieren, das Lookbook gestalten, einen Shop auf meiner Website einzurichten. Genau das hat mich diesen Monat überrascht – wie viel „Business“ in so einem kleinen Beutel steckt. Wie aus der Idee ein Ebook wurde, habe ich hinter den Kulissen aufgeschrieben, und die fertige Anleitung samt drei Varianten stelle ich hier vor.

Chorwochenende: Mein Ausgleich zum Schreibtisch

Ich singe seit vielen Jahren im Chor – das ist mein fester Gegenpol zum Arbeiten am Schreibtisch. Im Juni war Chorwochenende, und wir haben unser nächstes Konzertprogramm vorbereitet: „Klanggarten – Streifzüge durch die Chormusik der Romantik“. Ein Abend rund um die Liebe der Komponisten zur Natur – aufgeführt am 29. August in Butzbach (im Rahmen der Wetterauer Chortage) und am 30. August in Friedberg.

Für den Chor gestalte ich außerdem immer die Konzertplakate – auch diesmal. Das ist so ein schöner Punkt, an dem meine beiden Welten zusammenkommen: das Singen und das Gestalten. Ein ganzes Wochenende nur Musik, gemeinsames Proben und Stimmen, die ineinandergreifen – danach bin ich jedes Mal wie ausgewechselt, auch wenn es durchaus anstrengend ist. Genau diese Art von Auszeit brauche ich, um danach wieder konzentriert am eigenen Business zu arbeiten.

Konzertplakat „Klanggarten“ des cantus firmus Wetterau – Chormusik der Romantik, am 29. August in Butzbach und 30. August in Friedberg 2026
Mein Konzertplakat für „Klanggarten“ – cantus firmus Wetterau, 29. & 30. August 2026

Zu heiß zum Nähen: Sommergrippe und Sauna unterm Dach

Strahlendes Sommerwetter – und ich? Lag erstmal mit einer Sommergrippe flach. Braucht kein Mensch. Immerhin mit perfektem Timing: Pünktlich zum absoluten Hitzehöhepunkt war ich wieder gesund. Nur leider war es da im Nähzimmer kaum noch auszuhalten.

Mein Nähzimmer liegt unterm Dach in einem schlecht isolierten Altbau. Trotz mobiler Klimaanlage und verdunkelter Fenster habe ich den Raum nicht unter 30 Grad bekommen. (Immerhin: Den Strom für die Klimaanlage hat unsere Photovoltaik gratis geliefert – Sonne gegen Sonne sozusagen.) An der Nähmaschine ging also fast nichts. Aber statt mich zu ärgern, bin ich runter ins „kühlere“ Erdgeschoss gezogen und habe am Computer gearbeitet. Und das hat dem Uli-Launch und den Blogartikeln richtig gutgetan. Manchmal entscheidet die Hitze eben, woran man arbeitet.

Was im Juni 2026 sonst noch los war

  • Die Photovoltaik hat sich diesen Monat doppelt gelohnt: Klimaanlage gratis betrieben, Auto gratis geladen und trotzdem Überschuss.
  • Endlich Erdbeerzeit – der lokale Erdbeerstand wurde wieder mein Stammlokal.
  • Konzertplakat für „Klanggarten“ fertig gestaltet (siehe oben).

Was ich im Juni 2026 gebloggt habe

Ausblick auf den Juli 2026

  • Hoffentlich wieder etwas kühlere Tage, damit das Nähzimmer wieder nutzbar wird.
  • Die Blogparade „Das kann ich richtig gut“ läuft – ich bin gespannt auf eure Beiträge (bis 2. August).
  • Weiter an Tutorials und Anleitungen arbeiten – am liebsten im Schatten.
  • Den Garten ausgiebig nutzen und Sauerkirschen, Gurken, Brombeeren und hoffentlich noch viel mehr ernten.
  • Vorfreude auf die „Klanggarten“-Konzerte Ende August.

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